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Fremdgegangen

Seit letztem Jahr haben wir eine Junggesellengruppe Graue Kleideraffen auf unserer 5 ha großen Freianlage, dem Berg2.

Da wir in ein paar Wochen noch eine weitere Gruppe Hatinhlanguren in die Freiheit auswildern wollen, hatten wir beschlossen, diese vorher auch noch für kurze zeit auf den Berg zu setzen.

Also stellten wir eine kleine Hatinhgruppe, bestehend aus einem Mann und zwei Weibern zusammen. Im Center sind sie im Käfig bereits aneinander gewöhnt worden. Der Mann war ursprünglich vor vielen Jahren sogar auf dem Berg geboren worden. Alles schien perfekt. Und so entließen wir Anfang März die drei Hatinhs in die Halbfreiheit.

Es dauerte einige Tage bis die Keeper sie soweit trainiert hatten, dass sie zuverlässig in ihre Käfig am Berg zurückkommen. Dazu nutzen wir eine Trillerpfeife. Und wenn unsere Affen dieses Signal hören, folgen sie uns in den Käfig und werden dafür mit Süßkartoffel belohnt.

Dann kam eine Zeit, da hat das auch recht zuverlässig geklappt.

Doch nun seit zehn Tagen hat sich das jüngste Hatinhweibchen von den anderen beiden getrennt und den vier Kleideraffenmännern angeschlossen. Wir haben es eine Weile beobachtet und hatten anfangs so gar keine Erklärung dafür. Doch denn kam mir vor wenigen Tagen beim Kaffee trinken plötzlich die Erleuchtung.

Als jenes Hatinhweibchen namens Lien noch ganz klein war, sind ihre Eltern gestorben, die bei ihrer Geburt bereits uralt waren. Somit blieb mir nichts übrig, als sie bei uns in unserer Kindergruppe unterzubringen. In unserer Quarantäne gibt es einen sogenannten Kindergarten, in dem Languren unterschiedlichen Alters leben, die aus  verschiedensten Gründen nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Zumeist sind es Jungtiere, die als ganz kleine beschlagnahmt worden und mit der Flasche aufgezogen werden mussten. Aber es gibt eben auch Fälle wie den vom Hatinhkind Lien.

Und in dieser Kindergruppe leben überwiegend junge Kleideraffen. So kam es, dass Lien , als sie klein war, mit einer Menge kleideraffenfreunde aufwuchs. Und daher war sie an diese gewöhnt und hat keinerlei Scheu vor ihnen.

Aber nun da wir es wissen, haben wir eingesehen, dass es besser ist, sie vom Berg wieder runterzufangen und ein anderes „normales“ Hatinhweibchen stattdessen draufzusetzen.

15.4.16 04:54
 


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