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   25.03.16 15:40
    Schöne Geschichte, Elke.






Der Erste des Monats

Gewiss sind viele Dinge hier in Vietnam anders als in Deutschland. und Kulturunterschiede gibts natürlich auch in der Arbeitswelt.Aber es gibt auch einige dinge, an die man sich wohl nur recht schwer gewöhnen kann oder wird.So ist es auch mit dem Ersten des Monats (besser gesagt des Mondmonats). Dieser Tag ist ja schon fast heilig. Das an diesem Ta gebetet wird und Dinge auf den Gebetstisch gestellt werden, ist ja nicht weiter problematisch. Aber alles was diesem Tag passiert dient als Art Omen für den kompletten folgenden Monat. Wer also am Ersten des Monats Pech hat, wird automatisch Pech den kompletten restlichen Monat haben.Noch schlimmer ist es mit Kritik. Es ist praktisch unmöglich jemanden am Ersten des Monats zu kritisieren, ohne dass einem ein schlechtes Gewissen vermittelt wird, dass es für derjenigen ein äußerst unglücklicher Monat werden wird.Natürlich weiß man als Westler oft gar nicht auf welchen Tag des Monats der Erste des Mondmonats überhaupt fällt. So war es auch vor ein paar Tagen, als der Erste eben auf den 30.12. fiel. Einer meiner Keeper hatte vergessen nachts die Heizung für die Affenbabys anzustellen, aber auch am Vortag den Wassernapf nicht gesäubert und gefüllt. also hab ich ihr das am Morgen des 30.12. auch genauso gesagt. Schließlich ist es meine Pflicht als foreign headkeeper, meine Tierpfleger an ihre Pflegerpflichten zu erinnern.Ich hatte weder besonders gemeckert noch mich richtig aufgeregt, nur eben gesagt, was zu sagen war. Aber da hatte ich schon den Salat. Meine Pflegerin erläutert mir, dass ich nun den gesamten Monat ihr versaut hätte.Und einer anderen Pflegerin ging es nicht anders. Ich erinnerte sie nur, dass der Küchentisch richtig abzuwischen wäre. und wenn der Lappen eben zu süffig ist, vielleicht auch der Lappen zu reinigen wäre. hatte aber nicht bedacht, was das für Folgen haben würde. Als sie nachmittags arbeiten kam, sagte sie mir , dass sie nun wegen mir echt Pech hätte, sogar ihr Motorrad hätte einen Platten als sie arbeiten gehen wollte. So viel Unglück nur weil ich am Ersten des Monats Kritik aussprechen musste. Alles meine Schuld, oder???
1.1.17 04:34


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Ein weiteres Mal Healthcheck im Ninh Binh Hospital

Alle Jahre wieder....zum Healthcheck ins Provinzkrankenhaus von Ninh Binh, um eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.Jeder, der mich kennt, weiß dass ich ohnehin sehr ungern zum Arzt gehe. Aber vor dem Besuch im Krankenhaus Nina Binh gruselt es mich jährlich wieder aufs Neue.Und sie denken sich IMMER was neues aus. Wir Westler, die hier in Vietnam arbeiten wollen, müssen kerngesund sein, um arbeiten zu dürfen. Bei den vietnamesischen Arbeitnehmern scheint das eher nicht so die Rolle zu spielen. So schickt man uns jedes Jahr aufs Neue von Pontius nach Pilatus, um alle möglichen Stempel und ärztlichen Bescheinigungen einzuholen. Es sind viele, viele Seiten, die bestempelt und unterschrieben werden müssen.Da ist neben einer Blutentnahme, ein Ultraschall, ein Thoraxröntgen, ein Sehtest und vieles mehr zu absolvieren. Dieses Jahr neu kam der Hautarzt hinzu. Auch zur Zahnkontrolle glaube ich musste ich im Vorjahr noch nicht. So richtige Lust auf Frauenarzt in Vietnam hatte ich nicht. Aber das konnte ich noch so hinbiegen, dass ich trotzdem Stempel und Unterschrift bekam. Auch ums EEG konnte ich mich drücken, weil die Leute im Krankenhaus Gott sei Dank Tilo und Hien seit Jahren kannten, un duns somit den Gefallen taten ein EEG eines anderen Menschen zur Verfügung zu stellen, was wir einfach an unsere Unterlagen anheften konnten und sie uns als gesund erklärten.Besonders gegruselt hatte ich mich vor der Konsultation des Neurologen, weil an jenem Tag in jenem lauten Krankenhaus mein Tourettes einfach nicht zu unterdrücken war. aber wir haben Timo zuerst ins Arztzimmer reingeschickt und ich hab mich eine Weile im Klo versteckt. Das hat ihnen dann doch wohl zu lange gedauert. und so bekam ich Stempel und Unterschrift, ohne ins Arztzimmer überhaupt rein zu müssen.Auch das EKG ist immer wieder spannend. Kennt man EKG Untersuchungen von Deutschland, so scheinen die Geräte hier schon sehr vorsintflutlich. Und so war es auch, die Saugnäpfe wollten einfach nicht auf Tilo seiner behaarten Brust haften und haben die Ärztin fast zur Verzweiflung gebracht.Wir haben uns sehr beeilt, mit allen Untersuchungen bis Mittag fertig zu werden, um nicht zwei Stunden Mittagspause der Ärzte untätig abwarten zu müssen, um den entgülten Abschlusstempel zu kriegen, der bescheinigt, dass wir topfit und arbeitsfähig sind.Als die Ärztin sich für den letzten Stempel auf den Weg machte, sagte sie mir , ich solle mitkommen, um sie zu unterhalten, weil ich so schön vietnamesisch spreche.Hier ist eben so vieles so anders als man es aus Deutschland gewohnt ist.
21.12.16 09:14


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